SEPA - Übergangsfrist endet

Ab dem 1. Februar 2016 gilt das SEPA-Verfahren ohne Ausnahmen.

Verwenden Sie bitte die entsprechenden SEPA-Funktionen.

 
 

Europaweite Geldeinzüge. Ein wirklicher Fortschritt im europäischen Zahlungsverkehr ist das einheitliche, europaweit funktionierende SEPA-Lastschriftverfahren. Denn bislang konnten fällige Rechnungsbeträge per Lastschrift nur innerhalb Deutschlands eingezogen werden.


Mit der SEPA-Basis-Lastschrift und der SEPA-Firmen-Lastschrift wird dies erstmals auch für grenzüberschreitende Lastschriften möglich – dank einheitlicher Standards in der Abwicklung, im Datenformat und auf Basis einer gemeinsamen Rechtsgrundlage.


Europaweiter Standard. Die SEPA-Basis-Lastschrift zeichnet sich aus durch:

  • Europaweite Nutzung (neben Deutschland und den weiteren 26 EU-Ländern auch Island, Liechtenstein, Norwegen, Monaco und die Schweiz)
  • Exaktes Fälligkeitsdatum für die Kontobelastung
  • Achtwöchiger Erstattungsanspruch des Zahlungspflichtigen
  • Verwendung von IBAN und BIC zur Kennzeichnung der Konto- und Bankverbindung
  • SEPA-Lastschriftmandat für den Einzug erforderlich
  • Eindeutige Zuordnung einer Zahlung durch Mandatsreferenz und Gläubiger-Identifikationsnummer
  • Bis zu 140 Zeichen Verwendungszweck

Die SEPA-Firmen-Lastschrift unterscheidet sich in einigen Punkten von der SEPA-Basis-Lastschrift:

  • Der Zahlungspflichtige darf kein Verbraucher sein
  • Kein Erstattungsanspruch nach erfolgter Einlösung

Neues SEPA-Lastschriftmandat erforderlich. Voraussetzung für den Einzug von Geldern per SEPA-Lastschrift ist das neue SEPA-Lastschriftmandat. Es ermächtigt den Zahlungsempfänger, den fälligen Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen einzuziehen. Zusätzlich wird die Bank des Zahlungspflichtigen zur Einlösung der Lastschrift angewiesen.


Vereinfachung beim SEPA-Basis-Lastschriftverfahren. Für Ihnen bereits erteilte Einzugsermächtigungen müssen Sie keine neuen SEPA-Lastschriftmandate einholen. Die deutsche Kreditwirtschaft wird im Juli 2012 ihre Kundenbedingungen anpassen.


So wird die Voraussetzung geschaffen, dass bereits erteilte Einzugsermächtigungen vom Zahlungsempfänger als Lastschriftmandat im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren weitergenutzt werden können. Sie informieren Ihre Kunden lediglich noch über die jeweilige Mandatsreferenz, Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer und den Zeitpunkt des Wechsels auf das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren.


Neue Lastschriftmandate bei SEPA-Firmenlastschriften notwendig. Bei SEPA-Firmen-Lastschriften kann auf Grund der rechtlichen Ausgestaltung der SEPA-Firmen-Lastschrift keine Weiternutzung der bereits bestehenden Abbuchungsaufträge erfolgen. Hier ist die Einholung eines neuen SEPA-Firmenlastschrift-Mandats erforderlich.


Eindeutige Identifikation. Jedes SEPA-Lastschriftmandat erhält eine eindeutige Mandatsreferenz (zum Beispiel eine fortlaufende Nummer), die bei allen SEPA-Lastschriften angegeben werden muss. In Verbindung mit der Identifikationsnummer des Lastschrifteinreichers (sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer – kostenfrei erhältlich bei der Deutschen Bundesbank unter https://extranet.bundesbank.de/scp/) wird damit jedes Mandat eindeutig identifiziert.


Generell gilt das SEPA-Lastschriftmandat unbefristet bis zum Widerruf durch den Zahlungspflichtigen. Sollte jedoch binnen 36 Monaten seit letztem Einzug keine Folgelastschrift vom Zahlungsempfänger eingereicht werden, verfällt dieses Lastschriftmandat. Sollen nach Ablauf dieser Frist erneut SEPA-Lastschriften eingezogen werden, muss ein neues SEPA-Lastschriftmandat vom Zahlungspflichtigen eingeholt werden.


Bei dem SEPA-Firmenlastschrift-Mandat gibt es eine Besonderheit: Der Zahlungspflichtige muss sein Kreditinstitut über die Erteilung des SEPA-Firmenlastschrift-Mandats vor der ersten Einlösung einer Lastschrift in Kenntnis setzen.


Konkretes Fälligkeitsdatum. Ein Vorteil der SEPA-Lastschrift ist die Vereinbarung eines konkreten Fälligkeitsdatums, an dem die Belastung auf dem Konto des Zahlungspflichtigen erfolgt.


Der Zahlungsempfänger muss die SEPA-Lastschrift so einreichen, dass sie dem Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen rechtzeitig vorliegt. Bei Erst- und Einmallastschriften der SEPA-Basis-Lastschrift sind das mindestens fünf Tage, bei wiederkehrenden Lastschriften mindestens zwei Tage vor Fälligkeit. Bei der SEPA-Firmen-Lastschrift beträgt diese Frist mindestens einen Tag vor Fälligkeit bei Erst- und Folgelastschriften.


Einfache Liquiditätsplanung. Durch die Einführung eines konkreten Fälligkeitsdatums bei der SEPA-Lastschrift verbessern Sie Ihr Liquiditätsmanagement und können Zahlungsströme taggenau steuern. Dies ist nicht nur für europaweit agierende Unternehmen interessant.


Einheitliche Kundenkennungen. Wie bei der SEPA-Überweisung ist auch bei der SEPA-Lastschrift die Verwendung von IBAN und BIC zwingend erforderlich.


Achtwöchige Erstattungsfrist bei der SEPA-Basis-Lastschrift. Die Erstattungsfrist für den Zahlungspflichtigen beträgt acht Wochen nach dem Zeitpunkt der Kontobelastung. Bei einem nicht erteilten oder gelöschten Mandat (unautorisierte Lastschrift) beträgt die Rückgabezeit bis zu 13 Monate.


Beachten Sie die Meldepflicht. Bei Lastschriften über 12.500 Euro in das oder aus dem Ausland gibt es eine Meldepflicht an die Deutsche Bundesbank. Bei Fragen zum Thema Meldepflicht (Vordrucke, Einreichungsweg, Meldefristen etc.) steht Ihnen die kostenfreie Hotline der Deutschen Bundesbank unter der Telefonnummer 0800 1234-111 zur Verfügung.

 
 
 
 
Service-Telefon
09771 602 0